„Gutenbergs Traum“ beim Neujahrsempfang

Neujahrsempfang

Foto: Michael Bode

 

STIMMEN ZUR AUFFÜHRUNG BEIM NEUJAHRSEMPFANG DER STADT OFFENBURG

 

„… die Theatergruppe des Grimmels hat mich begeistert. Chapeau!“

Wolfgang Bruder, Offenburger Oberbürgermeister a.D.

 

„Das Theaterstück war sehr gut und hat mir imponiert.“

Thomas Marwein, Landtagsabgeordneter der Grünen im Wahlkreis Offenburg und Lärmschutzbeauftragter des Landes

 

 „… Besonders gefallen hat mir, dass [Herr Steffens] die Digitalisierung aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet hat. Und der über das Theaterstück zu Gutenberg hergestellte Bezug war toll“

Prof. Winfried Lieber, Rektor der Hochschule Offenburg

 

„… Sehr beeindruckt hat mich das Theaterstück – wunderbar, wie hier die Geschichte und die heutige Zeit zusammengebracht wurden.“

Christoph Jopen, früherer Offenburger Finanz-, Kultur- und Sozialbürgermeister

 

(Pressebericht zum Neujahrsempfangs in der Badischen Zeitung):

 

„Toll, was Schülerinnen und Schüler auf die Beine stellen!“  Volker Schebesta, Staatssekretär im Kultusministerium und Landtagsabgeordneter

 

Junge Theaterakademie begeisterte beim Neujahrsempfang

Anders als in den Vorjahren gab es in diesem Jahr keinen Gastvortrag beim Neujahrsempfang. Stattdessen präsentierte die Junge Theaterakademie Auszüge aus ihrem Stück »Gutenbergs Traum«. Das erneute Proben hat sich für die Darsteller gelohnt. Ihr zum Nachdenken anregender Beitrag erntete viel Applaus.

 

Zweimal hatte die Junge Theaterakademie Offenburg das Stück »Gutenbergs Traum – Die Vernetzung der Welt« am ersten Adventwochenende aufgeführt. Und es wäre schade gewesen, hätte es keine »Zugabe« mehr gegeben. Die Gäste des Neujahrsempfangs der Stadt Offenburg waren gestern jedenfalls voll des Lobes über die Ausschnitte, die sie aus »Gutenbergs Traum« zu sehen bekamen.

Anders als sonst üblich, gab es in diesem Jahr beim Neujahrsempfang keinen Gastredner – dafür erhielt die junge Truppe die Möglichkeit, sich auf der Bühne der Oberrheinhalle vor einem großen Publikum zu präsentieren. »Ein bisschen mehr Leute« als bei den Aufführungen im Salmen seien es schon gewesen, stellte Schauspielerin Undine Gloski fest – von Nervosität war aber keine Spur.

Mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit zeigte das 25-köpfige Ensemble acht der insgesamt 22 Szenen des Stücks, in dessen Mittelpunkt der Erfinder des modernen Buchdrucks, Johannes Gutenberg (gespielt von David Povkh) steht. Er kommt als Zeitreisender in die Gegenwart, wo er auf Smartphones trifft – die »winzigen Druckpressen«, in denen sein Traum weiterlebt: »der Traum, dass alle Menschen an Wissen und Bildung teilhaben können«.

Nur Unheil gebracht?

Wäre da nicht das große Aber: Denn der Buchdruck hat auch Hass, Hetze, die Verrohung der Sprache mit sich gebracht – zur Zeit der Hexenverbrennungen genauso wie in Zeiten von Fake News oder Hate Speech. Was Gutenbergs Traum für ihn zum Albtraum macht, ist die Frage: Hat seine Erfindung Unheil über die Menschheit gebracht?

Während die Frage nach den ersten Szenen wohl mit »Ja« beantwortet würde, zeichneten die Darsteller dann ein positiveres Bild: Die früheren Offenburger Bürgermeister Gustav Rée und Franz Volk berichteten vom Nutzen des Buchdrucks, von Lesegesellschaften und der Verbreitung der »13 Forderungen des Volkes in Baden« durch Flugblätter. Am Ende steht Kants berühmter Leitspruch der Aufklärung: »Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!«

Diese Aufforderung griff OB Marco Steffens im zweiten Teil seiner Rede auf. Die Bürger der Stadt sollten mutig sein, und »auch unbequem«. Im Bezug auf die Digitalisierung sagte er, diese könne die Welt auch »besser machen«. Steffens betonte: »Wir haben es in der Hand!« Aus Sicht der jungen Darsteller war Steffens’ Bezugnahme auf das Stück offensichtlich gelungen. »Ich glaube, er hat das Wichtigste, was wir damit sagen wollten, angesprochen«, sagte Undine Gloski.

Von einer »wunderbaren Erfahrung« für die junge Truppe, die in diesem Jahr extra noch einmal drei weitere Proben eingelegt hatte, sprach »Grimmels«-Lehrer Paul Barone, unter dessen Leitung das Stück entstanden war, im Anschluss. »Wir haben uns sehr gefreut, dass es thematisch aufgegriffen wurde.«

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